Stadtpfarrkirche
Waidhofen an der Ybbs
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Stadtpfarrkirche

Ein ebenso beeindruckendes wie ungewöhnliches Raumgefühl vermittelt die spätgotische, dreischiffige Hallenkirche, die 1470-1510 an Stelle einer romanischen Vorgängerkirche erbaut wurde.

Die filigranen Netz-, Kreuzrippen- und Zwickelgewölbe ruhen auf schlanken Achteckpfeilern. Die Emporen wurden, um mehr Menschen Platz zu bieten, im Barock (1680) bzw. der Neugotik (1879-81) errichtet.

Seitlich angebaut ist die reichgeschmückte barocke Marienkapelle (1662). Das bedeutendste Stück der Innenausstattung ist der markante spätgotische Flügelaltar (um 1500), der 1935 aus der Bürgerspitalkirche übernommen wurde.

Die wertvollste Plastik der Kirche ist die spätgotische Statue des Hl. Leonhards (um 1500). Außerdem beachtenswert sind zwei Bilder von Martin Johann Schmidt (genannt Kremser Schmidt), einem bedeutenden Barockmaler Österreichs: Hl. Maria Magdalena (1762) und Hl. Bischof Lambert (1779-81), übrigens die beiden Kirchenpatrone. Nicht übersehen sollte man beim Hinausgehen das Kirchentor: Dieses ist zur Gänze, also Holz inklusive der Beschläge aus der Erbauungszeit. Der Kirchturm ist im Kern romanisch, wurde aber 1689 mittels Neugestaltung der Turmfassade und Aufstockung des Glockengeschosses barockisiert.

Nicht in der Kirche, sondern gut gesichert, im Pfarrhof, ist das wertvollste Kunstwerk Waidhofens untergebracht: Die gotische Messerermonstranz (1469-72 in Freising geschaffen), die der Pfarre von der wohlhabenden Zunft der Messerer geschenkt wurde. Zu sehen ist dieses einzigartige Juwel gewöhnlich nur bei der Fronleichnahmsprozession, wo es feierlich durch die Stadt getragen wird. Harte Arbeit für den Stadtpfarrer, denn das schlanke, zierlich wirkende Stück ist bei einer Höhe von 1,05 m ganze 6 kg schwer.
Waidhofen an der Ybbs - Stadtpfarrkirche